Egal ob Zimt auf dem Cappuccino, Vanille-Sirup im Latte macchiato oder die individuelle Kreation deines Lieblings-Coffee-Store, wer kennt nicht die verschiedenen Aromen die man zu seiner Bestellung angeboten bekommt? Aber da geht noch mehr …

Nebenbei bemerkt, verzichte ich persönlich in der Regel auf zusätzliche Geschmacksrichtungen und genieße das Aroma der jeweils verwendeten Bohne oder Mischung, aber das ist Geschmackssache. Als ich jetzt aber über den neusten Trend der Baristi gelesen habe, bin ich allerdings schon neugierig geworden.

 

Aufgepasst, hier kommt der Signature Coffee

Ein normal qualifizierter Barista kennt das ABC der Kaffeesorten und worin sich die einzelnen Röstverfahren unterscheiden. Außerdem versteht er es die perfekte Crema entstehen zu lassen, und ist er einem wohlgesonnen, erhält man noch ein individuelles Muster in seinen Milchschaum. Jeder Barista der was auf sich hält, wird sich mit diesem 1×1 der Barista-Fertigkeiten jedoch nicht mehr begnügen können.

Denn nun gibt es den Signature Coffee, das heißt einen Kaffee mit einer „sichtbaren Unterschrift“. Diese Unterschrift ist eine Zutat die dem Espresso hinzugegeben wird und das Kaffeearoma unterstützen (nicht überdecken) soll. Dabei ist es wichtig, dass diese Zutat so einzigartig wie der Fingerabdruck des Barista ist.

Wer sich darunter noch nicht so richtig etwas vorstellen kann, sollte sich einfach die Cocktail-Bar seines Vertrauens vorstellen. Dort kann jeder gute Barkeeper einen Cuba Libre, Long Island Icetea oder Whisky Sour im Schlaf und exakt nach Rezept zubereiten. Aber nur der einzig wahre Meister seines Faches hat seinen eigenen Cocktail der als „Special“ mit auf der Karte thront.

 

Zutaten für einen Signature Coffee

Karamell-, Nuss- oder (zu Weihnachten) Lebkuchen-Sirup kennt inzwischen jeder, und lockt niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Aber wer heutzutage etwas gelten will, der macht eine Zusatzausbildung und lernt wie man Aromen extrahiert und zu kleinen Kunstwerken zusammenfügt.

Spaß beiseite, schon mal daran gedacht das Aroma von gerösteten Pinienkernen von einem Kirschwasser aufnehmen zu lassen, das ganze dann zu reduzieren und dieses Aroma tropfenweise in einen Espresso zu geben? Ich auch nicht, aber hätten wir es getan … wären wir die Erfinder des Signature Coffee.

Wer es noch exklusiver und ausgefallener mag, steht vielleicht mehr auf die folgenden Zutaten. In karamellisierten, braunen Zucker werden Cranberries und etwas Wasser gegeben und aufgekocht. Das ganze wird dann durch ein Tuch gedrückt um die festen Bestandteile herauszufiltern. Etwas von diesem Aroma zusammen mit einer Prise Kardamom und Salz in eine Tasse geben und einen Espresso darüber gießen. Fertig ist der Signature Coffee „Karamell-Cranberrie-Espresso“.

 

Mein Fazit

Warum nicht mal was originelles ausprobieren? Und das ein guter Barista immer auf der Suche nach ausgefallenen Ideen ist, gehört einfach dazu. Ich würde die meisten Rezepte wahrscheinlich auch probieren und sofort zugeben, wenn der absolute Knaller dabei ist. Allerdings scheinen mir die Geschmackskompositionen die ich bisher gesehen habe, doch zu überdeckend als ergänzend.